Andreasglocke

Andreasglocke
Andreasglocke

Ein besonderer Zauber rankt sich um Glocken. Wir hören ihr Geläut von den Türmen unserer Kirchen, bewundern den Klang der alten Meisterwerke Erfurter Glockengießerkunst. Die Große Andreasglocke lässt seit 1599 ihren eheren Ruf über das Andreasviertel erklingen. Besatzungen, Brände und Kriege hat sie wohlbehalten in ihrer Glockenstube im Andreasturm überstanden. Über ein halbes Jahr, von Februar bis September 2007, blieb sie stumm. Experten hatten ihr eine aufwendige Reparatur verordnet. Der Grund: Einer “Mode” folgend hat man vor etwa 100 Jahren viele Glocken gedreht und den Anschlagpunkt des Klöppels am Schlagring verändert.
Man meinte, so die Glocken entlasten zu können. Dieser Fehler von damals hatte die Andreasglocke “verletzt”. Sie musste in ihre ursprüngliche Position gedreht und ihre Aufhängung am Joch verändert werden. Berechnungen haben auch ergeben, dass ein neuer Klöppel geschmiedet werden musste, da Gewicht und Geometrie des alten Schlagwerkes nicht zur Glockengröße bzw. zu ihrer Form passten.
Seit dem 28. September 2007 lässt die Andreasglocke wieder ihren herrlichen Klang wieder über das Andreasviertel erklingen – ihr Läuten ist schöner denn je!